Hinweis vorab: Es waren 8 erlebnisreiche Tage, deshalb konnte dieser Bericht nicht kurz sein, trotzdem fehlt immer noch Einiges...

Als Leistunngsspotrtler habe ich es leider nicht geschafft, auf dieser wundervollen Regattastrecke zu rudern. Die WRMR in diesem Jahr war also für mich ein willkommener Anlass, den berühmten See mit Rennatmosphäre endlich zu erleben.

Also bin ich, wie schon 2024 bei der 50. WRMR in Brandenburg, als Tourist hingereist, um unsere Masters lautstark anzufeuern. Ein zusätzliches starkes Motiv für die Reise war, dass ich sehen wollte, wie meine alten Klubkameraden, die für den MRCB an den Start gingen, in ihren Rennen abschneiden würden. Deshalb galt mein besonderes Interesse dem MG8+ am Freitag. Das lag daran, dass ich mit 7 von Ihnnen in diesem Jahr seit Februar regelmäßig im Boot und im Kraftraum in Grünau trainiert habe. Das war auch der Grund dafür, dass ich in dieser Saison mittwochs oft bei unserem Vereinstraining gefehlt habe. Mit Drei von Ihnen bin ich ja schon bei der WRMR2023 in Tswane ein für mich immer noch denkwürdiges Rennen gefahren. Nun wollte ich sehen, wie sie ohne mich, dafür mit H. Wetjen aus HH abschneiden würden...

Erste toller Eindruck am Flughafen

Also bin ich am Dienstag Nachmittag mit dem Linienbus vom Flughafen Ljubljana nach Bled gefahren und an der Haltestelle UNION ausgstiegen. Von da sind es nur etwa 300 m bis zum See, die ich mit meinem Gepäck gelaufen bin. Ich war das erste, aber nicht das letzte  Mal richtig begeistert und sehr froh, dass ich das so genießen konnte.

Nach der Gepäckabgabe in meiner Pension bin ich wieder schnell zurück zum See um dort bei 32° C , Kaffee, einem leckeren Stück Kuchen (Bleder Schnitte) und einem kalten Hopfenblütentee auf Mario zu warten, der erst noch in Berlin gearbeitet hat.

An der oben erwähnten Haltestelle befindet sich das gleichnamige Restaurant und ein angeschlossener Imbiss wo es auch das gleichnamige Bier zu genießen gibt:

auf bestimmte Gäste genau vorbereitet...

 

2023 haben Mario und ich uns die Rennen angeschaut und uns vorher einige Sehenswürdigkeiten rund um Kapstadt angeschaut. Dieses Mal wollten wir das hinterher machen.

Bei den US-Masterinnen aus Kalifornien, die ich beim Uferschlendern am Stehtisch traf, herrschte viel Vorfreude auf die bevorstehenden Rennen. So konnte ich die Zeit bei tollem Wetter wirklich genießen und war froh, dass ich nichts mit den üblichen Rennvorbereitungen zu tun hatte.

Aber Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt: mit dem lautstarken Anfeuern wurde es aus zwei Gründen nichts:

1. Die Tribüne am Ziel hatte nur eine Überdachung nur für die obersten Sitzreihen. Es gab nur einen Kaffeestand und keine weitere Verpflegungsmöglichkeit. Die Rennen wurden zwar im Livestream übertragen, zum Anschauen hätte man aber sein eigenes Gerät verwenden müssen. Da es von Mittwoch bis Freitag geschüttet hat, war die Tribüne also keine Option.

2. Also hielten wir uns unter dem großen Zelt im Aktivenlager, etwa 350m weiter in Richtung Start auf, wo wir geschützt vor dem Regen essen und trinken und auf einer riesige LED-Wand super den Livestream verfolgen konnten - wenn sich Niemand gerade in die Sichtachse gestellt hat... Leider zeigte derLivestream bis Freitag keine Bilder von den Siegerehrungen. Erst am Samstag und Sonntag.In diesem Zelt hielten sich  gefühlt etwa 99% aller Aktiven und Fans auf. Es gab immer mal wieder tolle Drohnenaufnahmen. Jedoch auch zwei Nachteile: die Entfernung zur Strecke war sehr groß, sodass Anfeuern keinen Sinn machte und zum Zweiten war der Ton der Rennkommentatoren nur außerhalb des Zeltes zu hören, wo man wiederum keinen Blick auf den Livestream hatte...

Wegen dem Regen war ich erneut froh, dass ich kein Rennen fahren musste, denn alle Aktive waren die ersten drei Tage schon komplett nass, bevor sie ins Boot gestiegen sind.  Viele machten das zwei- oder dreimal an einem Tag! Auf dem Sattelplatz bildeten sich tiefe Pfützen, die sich bis Sonntag hielten und teilweise mit Kunststoffkisten als Laufbrücke überbrückt wurden.

Schön war, dass auch Benno und die von ihm gesteuerte Mannschaft des MH8+ mit Achim,Dieter und Christian mit ihrem 3. Platz zufrieden waren. Das merkte ich beim Anstoßen auf das gemeinsame Rennen im Zelt.

Zwei besondere Ereignisse gab es schon am ersten Tag mit hohem Unterhaltungswert für alle, die live die Großaufnahmen im Zelt zusahen, aber für die Athletinnen extrem tragisch waren: in verschiedenen Läufen des WD2x bei  Seiten-/ Gegenwind hatten im 4. Lauf zunächst die Kanadierinnen Schwierigkeiten richtig an die Startvorrichtung anzulegen, bis ihr Boot schließlich kenterte (s. a. https://worldrowing.com/video/watch-live-day-1-2026-world-rowing-masters-championships-regatta-bled-slovenia/ Zeit: 2:28:22). Eine halbe Stunde später passierte dasselbe nochmal den Amerikanerinnen auf Bahn 8 im 14. Rennen derselben AK (2:59:03 des Streams). Für mich sah es so aus, als ob sie selbst dabei aber auch Anfängerfehler machten... Echt erstaunlich war für mich, dass es in dieser Ak 18 Rennen mit jeweils 8 Booten gab, wenn man mal von den 2 gekenterten Zweiern absieht ist das immer noch extrem viel...

Nach dem Erfolg von Laaki unnd Hartmut hatte es aufgehört zu regnen und es gab kein Rennen mit Energetikern mehr, sodass Mario und ich beschlossen, uns mal die schöne Insel bei 500m zu besichtigen. Es war ja noch mehr Regen für die nächsten Tage angesagt.

Mario und ich lassen uns zur Insel rudern

Wir kamen mit einem geruderten Touri-Boot dahin, schauten uns noch einpaar Rennen aus dieser Perspektive an und umrundeten die wirklich schöne Insel. In die Kirche gingen wir aber nicht.

Bled auf der Insel Zelt im Hintergrund

Am zweiten Wettkampftag (Donnerstag) nutzten Mario und ich die Zeit der Verschiebung der ersten Rennen sinnvoll und arbeiteten bis Mittag an der schlechten Performance unserer SVE-Website. Im Cafe Zaka und dem zugehörigen Restaurant haben wir es bei Kaffe und Bled-Schnitte gut ausgehalten.

Die Rennen mit Martin (MG2x) und mit Sabine (WE4x) hatten gezeigt, dass es nicht mehr so leicht wie früher ist, gegen die jüngere Konkurenz zu bestehen.

Am Freitag (Tag3) regnete es bis zum Mittag ohne Pause weiter. Eine Unterbrechung / Verschiebung der Rennen gab es dieses Mal aber nicht. Mario blieb erst einmal bis zum Mittag in unserer Pension und arbeitete für seine Firma INWX über das Internet. Dann kam endlich auch mal kurz die Sonne raus und es regnete nicht mehr.

Bei den üblichen Verkaufständen von Ruderausstattern war auch einer, an dem ein rp3-Ruderergometer zum Testen stand. Das habe ich mal gleich gemacht und festgestellt, dass die vielen positiven Einschätzungen des Geschäftsführers im Podcast „Schubschlag“ meinem ersten Eindruck nach zutreffend sind. Es war jedenfalls ein anderes und besseres Gefühl zu rudern, verglichen mit einem Concept2. Es kommt dem Rudern im  Boot deutlich näher.

Endlich waren auch meine „Achterpartner des Jahres“ im MG8+ am Start: sie wurden Zweite, etwa eine Länge hinter den Siegern aus Großbritannien. Es lief gut, vielleicht wäre sogar mehr drin gewesen wenn... Insgesamt aber waren alle (ich auch) zufrieden, auch mein Ersatzmann Holger Wetjen aus HH, mit dem ich mich anschließend im Zelt noch gut unterhalten habe.

Nachdem Mario und ich alle wichtigen Rennen gesehen haben und es nicht mehr regnete, wollten wir die 5km zur Pension meiner Ruderfreunde und ihren Frauen zu Fuß laufen. Endlich auch mal für uns etwas körperliche Bewegung. Bis dahin sind wir immer Taxi gefahren.

In geselliger Runde dinnierten wir, hatten Spaß und ließen den Tag optimistisch ausklingen, denn es war Sonnenschein für die nächsten Tage angesagt.

Am Samstag starteten bei strahlendem Sonnenschein die Rennen im Zeitplan. Hartmut gewann sein Einerrennen, Sabine mit Silke den F2x: einfach nur toll!

Auf dem Riesen-LED-Bilschirm gab es schöne Bilder vom Start, von der Drohne und auch auch ab und an von der Siegerehrung (im Split-Screen) zu sehen.

Mario holte ein Mietauto für unsere Ausflüge aus Bled und lief die Strecke um den halben See. So kam er auch an diesem Tag noch auf seine Schritte.

Nach einem wohlverdienten Bierchen im Zelt für die gesellige Runde schaffte ich es schließlich doch, dass einige von meinen Ruderfreunden auch mal den rp3 zum ersten Mal testeten: sie meinten hinterher, dass sie schon ein gutes Gefühl dabei hatten, was sich ja mit meinem deckte.

Am letzten gemeinsamen Abend saßen alle vom Vorabend in einem lokalen Lokal bei Moni wieder beisammen und genossen das herzhafte Abendbrot und tauschten die Erlebnisse der Tage und der vergangenen Jahre aus. Nicht zum ersten Mal habe ich mich gefragt, warum ich es noch nicht erlebt habe, auch mal in einer Energie-Masters-Runde so gesellig zu sitzen...

Am Sonntag wurden wie jedes Jahr die Mixed Rennen ausgefahren. Im Gegensatz zu voriges Jahr in Banyoles gewann dieses Jahr nur Sabine mit Hartmut im H-M2x. Martin und Sabine waren nicht zufrieden mit den Ergebnissen im G4x und G2x. Ich meine aber schon, dass der 2. bzw. 3. Platz immer noch sehr gute Platzierungen sind. Aber sie haben halt höhere Ansprüche an sich als „Erlebnis geht vor Ergebnis“. Martin gab aber auch realistich zu, dass er in diesem Jahr nicht die Form der letzten Jahre hat.

Bled Regattastr - Start 2

Noch am Sonntag Nachmittag starteten Mario und ich den touristischen Teil unserer Reise und machten uns auf den Weg zur Burg am Bleder See. Die war für mich das zweite Highlight, das ich neben der Insel unbedingt sehen wollte. Unterwegs machten wir noch die letzten Fotos von der Strecke und vom See. Es gab immer wieder neue tolle Perspektiven auf den See mit dieser wirklich traumhaften Regattastrecke. 

Es war ja Sonntagnachmittag und alle Restaurantplätze oben auf der Burg waren natürlich besetzt oder reserviert. An einer Burgzinne im SB-Bereich haben wir doch noch ein gutes Plätzchen ergattert und dort bei einer leckere Hopfenkaltschale den überwältigenden Ausblick auf See und Stadt genossen

Bled Burg2

Am Montag fuhren wir zur Felsenburg Postojna Castle und danach zur Tropfsteinhöhle Postojnska Jama, beides extrem beeindruckend.

Postojna Castle

Postojna Castle 1

Tropfsteinhöhle

Am späten Nachmittag sind wir zur Besichtigung der Altstadt von Ljubjana gefahren, wo wir auf auf der dortigen Burg uns den Sonnenuntergang anschauten

SU auf Burg Ljubljana

Burtg Lju

Alles sehr empfehlenswerte Highlights, jedes Einzelne für sich mit sehr speziellen Sehenswürdigkeiten. Ein „sportliches“ Dinner hatten wir in der Altstadt im Restaurant „Sarajewo“, das ganz mit Erinnerungen an die Winterspiele 1976 dekoriert war. Sogar ein entsprechendes Bier gab es...

Im "Sarajevo

Wasserfall -1

Am Abreisetag, Dienstag 15.09. sind wir ganz früh am Morgen zum Wasserfall Perecnik gefahren, den man sich aber erst mal 4,5km zu Fuß annähern und dann noch über einen nicht gerade behindertengerechten, sehr steilen Pfad eklettern muss, um die volle Pracht dann zu genießen. Das Besondere an diesem Fall ist, dass es einen Weg unter dem Felsvorsprung und somit hinter dem dem Wasserfall gibt! 

Mit dem Fußweg zurück zum Auto erreichte Mario auch an diesem Tag sein Schritte-Ziel. Während diesem Weg drehte ich mich mal um, das Bergpanorama nochmals zu genießen: irgendwie kam es mir bei diesem Anblick

Wie ein Zuckerhut?

vor, als ob es eine Ähnlichkeit mit einem Zuckerhut gibt. Jaaa, die Fantasie wurde angeregt...   

Wir fuhren mit vielen tollen sportlichen, sozialen und touristischen Eindrücken sehr zufrieden zum Flughafen.

Ich kann die Reiseorte wirklich nur empfehlen, mal selbst zu hinzufahren.

Vielen Dank nochmals Mario für deine Unterstützung!

Msg euer Wolle