Diese Seite soll ohne Anspruch auf Vollständigkeit Anregungen geben, um mal danach zu sehen in welchen verschiedenen Gengres der Kunst, Literatur und neuen Medien der Rudersport mit seinen vielseitigen Aspekten in Szene gesetzt wurde.
Malerei
Rudern in der Malerei ist ein schönes Motiv, weil es Bewegung, Rhythmus, Natur und oft auch Freizeit- oder Sportkultur verbindet. Sowohl berühmte (Renoir, Monet, C.D. Friedrich) als auch weniger bekannte Maler haben das Thema je nach Epoche in sehr verschiedenen Facetten dargestellt:
19. Jahrhundert – Moderne & Impressionismus
Mit der Industrialisierung wurde Rudern zum bürgerlichen Freizeitvergnügen, besonders auf Flüssen und Seen. Hier steht weniger der Sport im Vordergrund als Licht, Bewegung und Lebensgefühl.
Vom französischen Maler Pierre-Auguste Renoir sind auf der Seite drei Gemälde mit Rudermotiven näher beschrieben:
„Ruderer in Chatou“ (1879)
„Das Ruderboot“ (1875)
Das 1880–81 entstandene Gemälde "Das Frühstück der Ruderer" (französisch Le déjeuner des canotiers)
Realismus & amerikanische Malerei
Thomas Eakins: Er war selbst Ruderer und malte den Sport mit anatomischer Präzision. Rudern wird als Disziplin, Körperbeherrschung und Ernsthaftigkeit thematisiert.
Symbolismus & Postimpressionismus
Georges Seurat / Paul Signac: Ruderboote in pointillistischer Technik, oft Teil einer streng komponierten Wasserlandschaft. Das Rudern wird hier fast zeitlos, ruhig, meditativ gezeigt.
Romantik & Vorläufer
Bei Turner oder Caspar David Friedrich tauchen Ruderboote eher als kleine Elemente auf. Sie betonen die Größe der Natur und die Verlorenheit des Menschen.
Moderne & 20. Jahrhundert
In der Moderne wird Rudern seltener, taucht aber noch als sportliches oder grafisches Motiv auf, etwa im Plakatstil oder in der Sportkunst.
Die Rudersport-Ausgaben 5– 11/2025 enthalten eine sehr gut illustrierte Artikelserie von Hans Spitzek mit Hintergrundinformationen bzw. Beschreibungen über ausgewählte Bilder dokumentiert. Diese Ausgaben sind derzeititig nur analog verfügbar.
Auch in unseren Vereinsheften 2/2022, 1/2023 und 2/2023 haben Erik und Reinhard bereits jeweils einen Artikel dazu nach aufwändiger Recherche veröffentlicht. Diese Hefte können registrierte Benutzer auf der Seite mit den Vereinsdokumenten aufrufen und auch downloaden.
Literatur
Eine Sammlung über Bücher mit dem Thema Rudern hat Jürgen Stephan auf dieser Seite als sein Hobby zusammengetragen. Eine Excel-Liste ist dort auch zu finden, die fortlaufend aktualisiert wird. super, dass es ruderbegeisterte Menschen gibt, die so etwas in ihrer Freizeit machen und Allen verfügbar machen. Da sollte doch ein nützlicher Hinweis für den Lesestoff des kommenden Urlaubs dabei sein
Beispielsweise.
In unserem Vereinsbootshaus findet am 13.2.2026 eine Buchlesung zum Buch „der Ruderklub“ von und mit dem Autor Martin Badow statt.
Ziemlich bekannt sind die Romane "Der Schlagmann" und "Das Wunder von Berlin"
Weniger populär, aber dennoch sehr zu empfehlen sind die Biographien "A Golden Age" (Redgrave, Steve; Townsend, Nick) und "More Power: The Story of Jürgen Grobler" (Matheson, Hugh et al.). Letztere ist bemerkenswerterweise ohne Mitabeit des Titelprotagonisten enntstanden. Auch das geht...
Spiel- und Dokumentarfilm
Rudern ist seltener Hauptthema in Filmen weil der Sport
schwerer zugänglich als andere Sportarten ist (Elite-, Vereins-, College-Sport)
wenig direkte Konfrontation in Form körperlichen Kontakten bietet
Spannung nur subtil, nicht spektakulär entstehen lässt
Im Gegensatz zu actionlastigen Sportarten wirkt Rudern im Film oft ruhig, rhythmisch, meditativ.
Aber genau das macht es für Autoren interessant, die Charakterstudien erzählen wollen!
Kameraleute und Regisseure lieben das Eintauchen der Ruder ins Wasser, den Gleichklang der Körper, Spiegelungen, Nebel, frühes Morgenlicht.
Rudern als Leistung & Charakterprüfung
Rudern als harter, formender Sport – fast asketisch.
Beispiele:
„The Boys in the Boat“ (2023, mit Geoge Clooney)
→ College-Rudern, Teamgeist, soziale Herkunft, Durchhaltewillen.
„Oxford Blues“ (1984)
→ Klassengegensätze, Tradition vs. Individualismus.
„The Social Network“ (2010) – berühmte Eröffnungssequenz
→ Rudern als Elite-Sport: Disziplin, Hierarchie, Ehrgeiz (fast schon kalt und mechanisch).
Rudern als Metapher
Rudern wird nicht „realistisch“, sondern symbolisch präsentiert, z. B.
Übergang / Reise: Überquerung eines Gewässers → Lebenswende
Zusammenarbeit: Nur im Gleichklang kommt man im Team voran
Isolation: Einerruderer als Bild für Einsamkeit oder Selbstkampf die nicht immer Teil eines Teams sein müssen.
Beispiele:
„Apocalypse Now“
→ kein klassisches Rudern, aber Bootsbewegung als psychologische Reise.
Mythische oder historische Filme
→ Ruderboote als Übergang zwischen Welten (Leben/Tod, Heimat/Fremde).
Rudern in neuen Medien
Einen guten Überblick über die Webseiten zum Thema Rudern regional, national und international bietet diese Seite.
Auf der von Youtubeplattform sind natürlich ebenfalls sehr viele Filme zum Thena verfügbar. Darüberhinaus gibt es
Mediatheken des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks
Auf der Seite https://mediathekviewweb.de/ sind diverse Reportagen von Ruder-Wettkämpfen und Dokumentationen über das Rudern abrufbar.
Podcasts/ Hörspiele
Schubschlag, über Leidenschaft, Freundschaft, Lebensphilosophie.
Carsten Brzeski und Matthias Zander sprechen mit ihren Gästen über Geschichten, die der Rudersport und seine Menschen in den letzten Jahrzehnten geschrieben haben. Klein und groß, Ost und West. In der Folge 124 geht es z. B. um die o. g. Ruderbibliothek von Jürgen Stephan.
In der ARD-Audiothek
Frei weg! Doku über die Liebe zum Rudern
„Ich quäle mich bis zur Erschöpfung. Ich lasse mich herumkommandieren. Ich werde, was ich nie mehr sein wollte: Vereinsmitglied. Ich bin Mitte fünfzig und will einfach nur rudern. Warum? Ich weiß es nicht.“
