Ein Wochenendausflug nach Rüdersdorf zur Frühjahrsregatta

Der Frühling hat am 19. Mai einen Schnellstart innerhalb einer Woche vom Frost auf fast 30° C hingelegt. Es ging am Freitag mit viel Sonnenschutz und Getränken auf die 20km Tour in Richtung Müggelsee, weiter über den Dämeritzsee und den Flakensee zum Kalksee. Die Route ging durch Neu-Venedig, geprägt von idyllischen Grundstücken und wunderschöner Natur. Verzaubert von den vielen Eindrücken bekam ich erst spät mit, dass meine Finger übersät waren mit Blasen. Die Müggelheimer waren so freundlich uns mit ausreichend Pflaster zu versorgen. Mit ruhiger Schlagzahl ruderten wir weiter bis zum Ruderverein Rüdersdorf. Die Sonne erhitzte nicht nur die Luft an diesem Tag, auch uns war es zu warm. Was liegt da Nahe? Richtig, anbaden im Kalksee, herrlich. Gut gekühlt ging es mit dem öffentlichen Nahverkehr, im modernen klimatisierten Bus, zurück zum Verein.

Die 63. Rüdersdorfer Regatta startete Samstag mit 1193 Sportler/innen aus 63 Vereinen. Unser Rennen im Doppelzweier mit 5 Booten erfolgte gegen 17 Uhr. Bei schwierigen Windverhältnissen in der Startzone gelang es den Schiedsrichtern, durch geschicktes einschwimmen lassen der Boote, für einen fairen Start für alle zu sorgen. Die ersten Schläge saßen perfekt, wir konnten uns um eine Länge von den anderen Booten absetzen. Tja, die Strecke ist aber nun mal 1000m lang, nur die Mannschaft aus Henningsdorf, Alterklasse C, ruderten an uns vorbei und gewannen mit 4 sec. Nach einem Hinweis an die Regattaleitung bekamen auch wir Medaillen für den Sieg in unserer Altersklasse D.

Auch Lucas konnte sich auf der 1000m Strecke Altersklasse 13 Jahre durchsetzen und gewann. Auf der 3000m Strecke erreichte er Platz 6. Herzlichen Glückwunsch!

Der Sonntag machte seinem Namen alle Ehre, beste Ruderbedingungen sorgten für super Stimmung auf der Regatta. Und… einen „Blumentopf“ haben wir auch noch bekommen für unseren Sieg in der Altersklasse C gegen die Greifswalder Ruderinnen.

Sabine war wie immer mit dem Henningsdorfer Damenvierer unterwegs, der seit einigen Jahren erfolgreich ist, so wie auch an diesem Sonntag.

Nach einem kurzen Siegestrunk mit der Mannschaft aus Henningsdorf und neuen Plänen für die Saison ging es auf die 20km Rücktour zum Verein. Das Aus- und Einsteigen an der Woltersdorfer Schleuse gelang uns trotz schwindender Kräfte ohne Missgeschicke. Auf dem Flakensee rudernd schaute ich in meinem Spiegel nach der richtigen Richtung und traute meinen Augen nicht. Drei Motorboote kamen direkt auf uns zu geschossen, ein typisches Wettrennen, nur die Bootsführer sahen uns nicht. Durch ein beherztes Ausweichmanöver und schreien konnten wir schlimmeres verhindern. Dann endlich, das direkt auf uns zukommende Boot brach die Rallye ab. Dem Motorbootfahrer war im ersten Augenblick gar nicht klar gewesen, was hätte alles passieren können. Ich versuchte das Bootskennzeichen zu erkennen und machte ein Foto. Nachdem der Schreck sich gelegt hatte setzten wir unsere Fahrt fort. Am Anfang vom Flakensee kontrollierte doch tatsächlich die Wasserschutzpolizei die Gewässer. Wir erstatteten sofort Anzeige gegen die Raser.

Es war Sonntag, bestes Wetter – Hinz und Kunz waren mit lauten, stinkenden Motorbooten rücksichtslos unterwegs. Die Fahrt durch Neu Venedig glich eher einer rush hour auf dem Ku`damm. Von einem Erholungsgebiet kann da nicht mehr die Rede sein. Und dann das noch…. meine Steuerborddolle löste sich vom Ausleger. Die netten Müggelheimer konnten auch hier mit Werkzeug aushelfen. Auf dem Müggelsee erwarteten uns noch mehr Spaßbürger mit Wasserski. Mannschaft und Boot sind dann erfreulicher Weise gesund und unversehrt im Verein angekommen.

Ein Hurra auf die Spaßgesellschaft!!!


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